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Bernd Mayländer

Der Mann, der immer an der Spitze fährt - Deutscher Autorennfahrer und offizieller Fahrer des Safety-Car in der Formel 1
Bernd Mayländer: Motivation, Professionalität und immer wachsam sein - langweilige Routine ist tödlich.
Biografie

«Dann beschleunige ich voll bis zur Safety-Car-Linie an der Boxenausfahrt. Dort warte ich auf das erste Fahrzeug.»

Bernd Mayländer, geboren 1971 in Waiblingen, ist ein deutscher Autorennfahrer. Ende der Achtzigerjahre begann er im Kartsport, später fuhr er unter anderem im Porsche Carrera Cup, den er 1994 auch gewann. 1995 begann das Engagement mit Mercedes-Benz in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM). Seit 1999 ist er der offizielle Safety-Car-Fahrer in der Formel 1.

Über Hobby-Kartfahren und Rennen im Porsche Cup Sport in die DTM. Für ihn waren Tourenwagenrennen/Sportwagenrennen schon immer der Traum. Über die Formel 1 hatte er noch nicht mal nachgedacht.

Die Formel Ford 1600 war die erste echte Prüfung, die er erfolgreich löste. Daraufhin bekam er die Chance in den Porsche Carrera Cup einzusteigen, in dem er dann auch 1994 Gesamtsieger wurde. Mercedes-Benz wurde aufmerksam und holte ihn in die Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft (DTM). Mit Mercedes wechselte er dann auch 1997 zur FIA-GT1-Meisterschaft und fuhr im Mercedes-Benz CLK GTR.

1999 ergab es sich per Zufall, dass er von einem Tag auf den nächsten offizieller Safety-Car-Fahrer der FIA wurde. Er war beim Großen Preis von San Marino in Imola und fuhr dort im Porsche Super Cup. Donnerstagnachmittag fragte ihn der stellvertretende Rennleiter Herbie Blash, ob er für die Formel 3000 das Safety-Car fahren könne. Und wenige Wochen später fragte ihn dann Charlie Whiting, ob er sich das auch für die Formel 1 vorstellen könnte. Im gleichen Jahr bestritt er auch noch die 24 Stunden von Le Mans für Porsche.

Neben diesem anspruchsvollen Formel 1 Job widmete er sich immer noch dem Rennsport. So gewann er im Jahr 2000 zusammen mit Uwe Alzen, Michael Bartels und Altfrid Heger auf einem Porsche 996 GT3 R das 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife.

Bernd Mayländer trat auch in den Jahren 2001 und 2002 für das Team Manthey Racing im Mercedes-Benz CLK weiterhin bei der DTM an.

2001 siegte er beim letzten Lauf auf dem Hockenheimring.
2003 fuhr er für Persson Motorsport in der DTM.
2004 bestritt er im Team Rosberg seine letzte Saison in der DTM.

Im Mai 2005 war er bei der Weltrekordfahrt für Mercedes als einer von 18 Fahrern beteiligt, 30 Tage Dauerbelastung rund um die Uhr 100.000 Meilen mit einem Schnitt von 224,823 km/h.

Bernd Mayländer merkte, dass er wegen der Doppelbelastung an seine Grenzen kam. Deshalb entschied er 2005, dass Rennfahren hinten anzustellen und sich ganz auf den Job als Safety-Car-Fahrer zu konzentrieren.

Im September 2016 bestritt Bernd Mayländer in Singapur seinen 300. Grand Prix als Safety-Car-Fahrer.

Motorsport ist sicherer geworden, aber die Gefahr bleibt ein Teil seines Jobs.

Bernd Mayländer und sein schwieriger Formel 1 Job im Mercedes AMG GTS, ein Straßensportwagen mit 520 PS und Straßenreifen. «Man muss funktionieren und entwickelt mit der Zeit die nötige Routine», sagt Bernd Mayländer. In den Situationen ist es seine Aufgabe, die übrigen Fahrer um die Trümmerteile herumzuführen oder vor sonstigen Gefahren auf der Rennstrecke zu bewahren. Er erfahre über Funk sofort, wie schwer der Unfall war, aber die Information über die Schwere von eventuellen Verletzungen von Fahrer und Personen bekommt er nicht in das Safety-Car übermittelt. Natürlich macht er sich seine Gedanken, wenn er an der Unfallstelle vorbeifährst und nicht weiß, wie es darin aussieht. Hier ist es wichtig einen klaren Kopf zu bewahren, sich absolut auf seine Aufgabe zu fokussieren und dem Medical-Car den Weg frei zu machen.

Wenn die Rennen laufen, ist seine normale Parkposition am Ende der Boxengasse. Dort wartet er mit seinem Beifahrer stets hinter dem Steuer, Helm auf und angeschnallt.

Erlebnisse des Safty-Car-Fahrer Bernd Mayländer - kuriose und unterhaltsame Einsätze, schwere Unfälle, gefährliche Situationen.

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